Ein kurzer Bericht aus meinem Alltag. Wir haben ja ein paar zigtausend Links und täglich fallen Änderungen an. Häufig kommt eine Agentur oder der Eigentümer einer Website auf uns zu und möchte die Entfernung eines Eintrags. Die Gründe für einen Linkentfernung sind immer dieselben:

  • Der Text passt nicht mehr und man möchte sich gerne neu eintragen.
  • Der Link ist ein Google-Richtlinien-Verstoß und muss daher entfernt werden.
  • Der Webseitenbesitzer wurde von einem Konkurrenten abgemahnt und muss bestimmte Formulierungen aus dem Internet entfernen.

Die meisten Webmaster machen in diesen Situationen einen ärgerlichen Fehler und sehen den Link nur als Ranking-Faktor für Google oder den Text als Ursache für Probleme.

Viele sehen den Eintrag nicht mehr als das, was er eigentlich ist: ein Marketingkanal und potenzieller Traffic-Lierferant, der Umsatz bringen kann. Der einzelne Eintrag ist natürlich nicht sehr wertvoll. Doch im Rahmen der obigen Situationen werden oftmals sehr viele Links aus unterschiedlichsten Quellen unnötig vernichtet – und das verursacht reelle Umsatzeinbußen.

Deshalb ein Appell an alle, die da draußen mit solchen Schwierigkeiten zu kämpfen haben: denkt zweimal nach, bevor Ihr eine Massenmail zur Linkvernichtung verschickt! So ärgerlich eine Situation auch ist, der Schaden, den vorschnellen Korrekturmaßnahmen anrichten, ist ebenfalls erheblich und kann vermieden werden.

Folgende Vorgehensweise ist angeraten:

1. Schreibt Euren Partnern (Webkatalog, Werbepartner, Branchenbücher, Presseportale, was auch immer), wo der Schuh drückt und fragt, was man unternehmen kann. Wer freundlich (aber bestimmt) um eine Änderung bittet, erzielt in der Regel auch eine sinnvolle Reaktion.

2. Denkt über die Optionen nach: ein schlechter Link kann mit „Nofollow“ entwertet werden und wird dadurch zweifelsohne richtlinienkonform. Ein schlechter Text kann korrigiert werden, zum Beispiel um Rechtssicherheit zu erlangen. In beiden Fällen bleibt der Eintrag bestehen und kann somit weiterhin wirken.

3. Falls keine Reaktion erfolgt, können noch immer scharfe Geschütze auffahren werden, zum Beispiel Fristsetzung oder Disavow. Ggf. kann eine Fristsetzung zwar schon vorher sinnvoll sein, dann macht allerdings der Ton die Musik.

Auf diese Weise kann man den Schaden effektiv mindern, den eine Abmahnung oder ein Google-Warnschuss mit sich bringt. Und man erleidet nicht noch im nachhinein Einbußen, die leicht vermeidbar sind.

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