Vor wenigen Jahren noch waren Glühlampen mit Glühfaden das Non plus ultra, wenn es um gemütliches Wohnen ging. Es gab lange Zeit einfach keine Alternative, wenn ein angenehmes, warmes Licht gewünscht war.

Spätestens seit dem Glühlampen-Verbot der EU hat sich das in Deutschland jedoch flächendeckend geändert. Waren LEDs vorher beim Einrichten allenfalls Spielzeug ausgemachter Technik-Spezialisten, sind sie heute in fast jeder neu eingerichteten Küche oder bei der Bad-Sanierung das Leuchtmittel der Wahl. Dank technischen Fortschritts gibt es inzwischen LED-Leuchtmittel mit fast jeder Farbtemperatur und Leistung.

Heute finden Sie LED-Leuchtmittel unterschiedlichster Bauformen und Anwendungszwecke preiswert im Internet. Einen Überblick über die Möglichkeiten bietet der auf LED spezialisierte Shop LED24 – insbesondere die LED Leisten in platzsparender Bauform bieten sich nicht nur für den Einsatz in Leuchtreklame, sondern auch für blendfreie und indirekte Arbeitsflächenbeleuchtung unter Küchenschränken oder hinter Schränken an. Besondere Effekte ergeben sich, wenn LEDs in Fliesenfugen oder hinter Milchglas verborgen werden.

Einbau-LED-Systeme erfordern normalerweise neben dem Leuchtmittel auch eine angemessene Stromversorgung (12V oder 24V). Einfacher ist es, wenn die LEDs in Standard-Leuchten mit Schraubgewinde eingesetzt werden. Dann ist die Stromversorgung und sämtliche erforderliche Elektronik bereits im Leuchtmittel (der “Glühbirne”) enthalten, dessen Bauform sich äußerlich nur unwesentlich von Glühlampen mit Glühfaden unterschreiben und die genau so leicht eingeschraubt und ausgewechselt werden können.

Was man über LEDs wissen sollte

Die Vorteile von LEDs

LEDs haben im Vergleich zu Leuchtmitteln mit Glühfaden vor allem drei Vorteile. Sie sind platzsparend, haben eine sehr gute Energieeffizienz und sind langlebig. Dies liegt vor allem daran, dass LEDs relativ kalt leuchten. Da verhältnismäßig wenig Wärme erzeugt wird, geht auch wenig Energie in Form dieser Wärme verloren. Aus demselben Grund ist auch der Verschleiß im Material der LED gering, im Vergleich zum Verschleiß des Glühfadens alter Glühlampen.

Auch der Vergleich mit anderen Energiesparlampen ist durchaus positiv, denn LEDs enthalten kein flüchtiges Quecksilber, das bei Glasbruch freigesetzt wird. Dennoch sind in LEDs kostbare Rohstoffe enthalten, weshalb ausrangierte LED-Leuchtmittel als Elektroschrott dem Recycling zugeführt werden sollten.

So funktionieren LEDs

Ihren Ursprung fanden LEDs in der Elektronik, denn sie basieren auf der sogenannten Halbleitertechnik, die in ähnlicher Form sogar in Mikroprozessoren angewandt wird. Die Abkürzung LED steht für Light Emitting Diod (zu deutsch: lichtabstrahlende Diode). Legt man an einer LED eine Spannung an, so entsteht ein elektrischer Strom durch die Sperrschicht der Diode. Dieser Strom sorgt dafür, dass die Sperrschicht Lichtquanten freisetzt: sie leuchtet. Wichtig: LEDs werden in Sperrrichtung betrieben! Werden Sie falsch herum angeschlossen, entsteht ein Kurzschluss und sowohl LED als auch Stromversorgung können Schaden nehmen.

Die leuchtende Sperrschicht befindet sich bei vielen LEDs im Brennpunkt eines kleinen optischen Spiegels (Reflektor) und ist mit diesem gemeinsam ist in klaren Kunststoff eingegossen. Für Leuchtmittel werden auch reflektorlose LEDs eingesetzt, die wiederum im Brennpunkt eines externen Reflektors liegen, so wie man es von Taschenlampen und Autoscheinwerfern kennt.

Licht wird freigesetzt, weil die Atome der Sperrschicht von Elektronen durchquert werden, die wiederum Quantensprünge vollziehen – ein physikalisches Prinzip, das auch umgekehrt bei Fotosensoren funktioniert. Es ähnelt auch dem Prinzip einer Lichtpumpe (bekannter als “Laser”), bei der das Licht ebenfalls durch elektromagnetisch bzw. optisch angeregte Atome – meist eines Gases – erzeugt und verstärkt wird.

Trivia über LEDs

LEDs werden auch im für Menschen unsichtbaren Lichtspektrum eingesetzt. IR-LEDs (Infrarot) ermöglichen zum Beispiel bei TV-Fernbedienungen die optische Datenübertragung oder dienen als unauffällige Lichtquelle für Nachtsicht-Kameras in der Sicherheitstechnik.

Diodengepumpte Laser werden von außen mit LEDs angeregt – ohne LEDs funktionieren also viele Maschinen in der Medizin- oder Fertigungstechnik nicht. Auch für die Datenübertragung über Glasfaser (Lichtwellenleiter, LWL) sind solche Laser – und somit auch LEDs – unverzichtbar!

LEDs erzeugen kein weißes Licht. Um weißes Licht zu erhalten, werden entweder mehrere LEDs verschiedener Farben (blau, rot, grün) kombiniert oder ein weiß fluoreszierendes Material verwendet, das von LEDs zum Leuchten angeregt wird. Um angenehmes Warmweiß zu erzeugen, werden zusätzliche Filter eingesetzt. All dies geht zulasten der resultierenden Lichtausbeute!

Die ersten digitalen Armbanduhren bzw. alle Digitaluhren funktionierten mit LED-Displays, die später von den stromsparenden LCDs (auf Flüssigkristallbasis) abgelöst wurden, die nicht selbständig leuchten.