Ein Dateisystem ermöglicht das geordnete Speichern von Dateien auf einem Datenträger. Geordnet bedeutet in diesem Sinne, dass die Dateien nach einem bestimmten Schema gefunden werden können, nämlich indem ein Index gepflegt und eine gewisse Kategorisierung und Sortierung erfolgt.

In aktuellen Dateisystemen, zum Beispiel FAT32, NTFS (unter Windows) oder eben in den Dateisysteme unter Linux (EXT2, EXT3 etc.) geschieht die Kategorisierung innerhalb eines Verzeichnisbaumes, der im Stammverzeichnis (Root-Verzeichnis) beginnt und sich über viele Ebenen hinweg erstrecken kann. Diese Art der Verzeichnisablage lehnt sich an eine zweidimensionale Vorstellung von Schränken und Schubladen an und ist daher sehr intuitiv.

Innerhalb der Verzeichnisse kann die Dateiliste nach Alphabet, Dateityp, Dateigröße oder beliebigen anderen Faktoren sortiert werden, wodurch dem Benutzer die Orientierung insbesondere in größeren Dateimengen erleichtert wird.

Die Notwendigkeit für Dateisysteme ergibt sich daraus, dass Datenträger wie Festplatten oder Bänder in der Regel blockorientiert arbeiten. Daten liegen hier in nummerierten Blöcken vor und sind damit für Menschen nur schwer handhabbar. Dateisysteme abstrahieren und sortieren den Zugriff auf solche blockorientierten Speichermedien und ergänzen ihn durch Indizierung, Benennung und Verknüpfung der Daten.